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Historische Berichte zu Transits

Sir Edmund Halley (1656 - 1742) beobachtete den Merkurtransit von 1677
Sir Edmund Halley (1656 - 1742) beobachtete den Merkurtransit von 1677.

Klingende Namen wie Edmund Halley oder James Cook sind mit dem Ereignis Venustransit verknüpft. Cook reisst beispielsweise vor 1769 um die halbe Welt, um den Venustransit wissenschaftlich messen zu können. Gut ein Jahrhundert vor ihm beobachtete Halley einen Merkurtransit von St. Helena aus. Im Rahmen des "Projekt Venus 2004" haben wir für Sie einige Publikationen verfasst.


Maor, Eli: Jeremiah Horrocks and the 1639 transit of Venus
Erschienen in: Orion 314 (1/2003) ISSN 0030-557-X, Seiten 12-14.
Johannes Kepler hat 1627 als erster einen Venustransit vorausgesagt und zwar für 1631. Leider konnte dieser Transit nicht beobachtet werden, weil er von Europa aus nicht sichtbar war. Der englische Astronom Jeremiah Horrocks überprüfte Keplers Berechnungen und fand kleine Fehler. Seine eigenen langjährigen Berechnungen zeigten einen Transit für 1639, bei Kepler sollte die Venus die Sonnenscheibe verpassen. Horrocks und sein Kollege William Crabtree beobachteten diesen Venustransit: Die erste dokumentierte Sichtung der Venus vor der Sonne.

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Bersinger, Walter: James Cook und die Vermessung des Sonnensystems
3. Auflage, erschienen Dezember 2003, 44 Seiten.
In der Wissenschaftsgeschichte haben Forscher schon immer grossen Wert gelegt auf wichtige Schlüsselzahlen, sogenannte Konstanten. Die bekanntesten Beispiele dafür sind das Atomgewicht, die Lichtgeschwindigkeit, die Schwerkraftkonstante, etc. Eine weitere, die in diesem Vortrag eingehend behandelt wird, ist die sogenannte Astronomische Einheit, die als mittlere Entfernung zwischen der Erde und der Sonne definiert wird. Die Astronomen erkannten schon früh, dass dieser Wert auch in der weiteren Vermessung des Kosmos eine grosse Rolle spielen würde. Die Ermittlung dieser Grösse ist eines der spannendsten Kapitel in der Geschichte der Astronomie und wurde im 18. Jahrhundert nur dank einer grossangelegten internationelen Zusammenarbeit möglich. Nicht weniger als 150 Expeditionen wurden 1769 ausgerüstet und in die entlegensten Winkel der damals erforschten Gebiete der Erde entsandt. Zweck der Reisen: Die Beobachtung eines Venusdurchganges durch die Sonne, aus der sich die Astronomen jener Zeit Aufschlüsse über die Dimension des Sonnensystems erhofften.

Die aufsehenerregendste Expedition war wohl die des englischen Forschungsreisenden James Cook, der mit dem Dreimaster Endeavour nach der polynesischen Insel Tahiti segelte. Viel mehr Ruhm erlangte seine Reise jedoch dank der zweiten Hauptaufgabe, der Suche nach dem legendären Südkontinent. Die Terra Australis Incognita sollte nach einer damals verbreiteten Auffassung ein Gegengewicht zu den auf der Nordhemisphäre überwiegenden Kontinentalflächen darstellen. Über das Südland-Fieber geriet das astronomische Experiment fast gänzlich in Vergessenheit, nur der Name einer tahitischen Landzunge erinnert noch an die Beobachtung des inneren Nachbarplaneten, der am 3. Juni 1769 vor der Sonnenscheibe vorüberzog; Pointe Venus.

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Edmond Halley, übersetzt aus dem Lateinischen von Th. Wichtermann und D. Späni: Beobachtungsbericht eines Merkurtransits von Edmond Halley
erschienen Mai 2004, 3 Seiten.
Das Phänomen eines Merkurtransits vor der Sonnenscheibe ist selten und bis jetzt – so viel ich weiss – nur dreimal beobachtet worden. Mir gelang, als ich mich auf der Insel St. Helena aufhielt, die Beobachtung mit mehr Glück als irgend einem anderen Astronomen. [...] Es gibt sehr vieles, was aus dieser nunmehr bestimmten Sonnenparallaxe berechnet werden kann.

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21.12.2006 00:00 Uhr, Arnold Barmettler

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