8. Juni 2004: Venustransit −
Venus vor der Sonne!
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Der Venustransit begann am Morgen vom 8. Juni 2004 um 07:20 MESZ und dauerte bis 13:23 MESZ.
Der nächste Venustransit findet am 6. Juni 2012 statt, wobei von Deutschland aus nur die letzten 90 Minuten beobachtet werden können.
Der nächste Merkurtransit kann von uns aus am 9. Mai 2016 gesehen werden.
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Aufnahme mit Nikon D70 durch den Coudé-Refraktor der Sternwarte Bülach, Stefan Meister.
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So werden Astronomie-Fans geboren...
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Astronomie-Fans von 3-80 bestaunten bei...AGO.
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bestem Wetter das eindrückliche Naturschauspiel, wie hier vom Wallis aus. AGO.
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Unter besten Bedingungen fand am 8. Juni 2004 der Venustransit statt. Tausende
von Personen haben das Ereignis durch geschützte Teleskope von Sternwarten aus,
oder durch Sonnenfinsternisbrillen bestaunt.
Zwei Planeten kreisen innerhalb der Erdbahn um die Sonne: Merkur
und Venus. Sie sind deshalb die einzigen Planeten, die zwischen uns und
der Sonne stehen können. Tritt dies ein, so ziehen sie im Laufe von
Stunden als schwarzer Punkt über die Sonnenscheibe - der Astronom spricht
von einem Transit. Diese Transite sind seltene Ereignisse. Bei Venus können
nur maximal 2 Transite pro Jahrhundert stattfinden. Im 20. Jahrhundert fand kein Venustransit statt - deshalb
hat kein heute lebender Mensch vor diesem 8. Juni einen Venusdurchgang gesehen.
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Zeitrafferaufnahme mit dem Coudé-Refraktor der Sternwarte Bülach, Schweiz,
um den 2. Kontakt des Venustransits. 7:38:40-7:42:40 MESZ.
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Zeitrafferaufnahme mit dem Coudé-Refraktor der Sternwarte Bülach
um den 4. Kontakt des Venustransits. 13:10:30-13:24:00 MESZ, 30 Sekunden Bildabstand.
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Venustransit am 8. Juni 2004
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| Kontakt | MESZ | Richtung | Sonnenhöhe | Ereignis |
| 1. Kontakt | 07 Uhr 20 | 7 Uhr | 21° | Venus erscheint vor Sonnenscheibe |
| 2. Kontakt | 07 Uhr 39 | 7 Uhr | 24° | Venus ganz vor Sonnenscheibe |
| Mitte | 10 Uhr 22 | 5 Uhr | 48° | Venus am nächsten bei Sonnenmittelpunkt |
| 3. Kontakt | 13 Uhr 03 | 5 Uhr | 61° | Venus beginnt Sonnenscheibe zu verlassen |
| 4. Kontakt | 13 Uhr 23 | 5 Uhr | 61° | Venustransit ist zu Ende |
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Beobachtungsort Berlin, für andere Orte im deutschen Sprachraum ist mit nicht mehr als zwei Minuten Abweichung zu rechnen.
Richtung: Man denkt sich ein Ziffernblatt über die Sonne
gelegt. Die "Uhrzeit" gibt an, in welcher Richtung man die
Venus auf der Sonne suchen muss - relativ zum lokalen Horizont.
Berechnen Sie bei CalSKY die genauen Umstände für jeden beliebigen Ort!
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Was ist ein Venustransit?
Der Planet Venus kreist innerhalb der Erdbahn. Dabei steht sie im Mittel
alle 584 Tage zwischen Erde und Sonne (untere Konjunktion). Doch genau
so, wie es nicht bei jedem Neumond eine Sonnenfinsternis gibt, steht die
Venus nicht bei jeder unteren Konjunktion genug genau zwischen uns und
der Sonne, dass wir uns in ihrem Schatten aufhalten würden. Nur wenn
Venus bei einer unteren Konjunktion nicht viel mehr als ein Tag früher
oder später auch die Ebene der Erdbahn durchstösst, also durch
einen ihrer beiden Bahnknoten läuft, trifft der Venusschatten auf die
Erde.
Man darf sich nun aber nicht vorstellen, dass es auf der Erde dunkel wird.
Die Venus ist zum Zeitpunkt des Transits mehr als 42 Millionen Kilometer von uns entfernt. Sie
kann deshalb nur 1 Promille der Sonnenscheibe abdecken. Entsprechend wird
uns am Morgen des 8. Juni 2004 auch nur ein Promille der üblichen
Helligkeit fehlen; viel zu wenig um bemerkt zu werden. Mit einer Finsternisbrille
kann man allerdings möglicherweise die Venus gerade noch als schwarzen Punkt
vor der Sonne erkennen.
Bei astro!nfo finden Sie mehr zum Venus-Transit