Totale Mondfinsternis am frühen Morgen vom 21. Februar 2008
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Totale Mondfinsternis. Ansicht im Horizontsystem für den Süddeutschen Raum. © A. Barmettler, CalSKY.com.
In den frühen Morgenstunden des 21. Februar 2008 wandert der Vollmond durch den südlichen Bereich des Erdschattens. Es handelt sich um eine randnahe totale Finsternis, was sich auch durch die relativ kurze Totalität von 51 Minuten manifestiert. Im deutschen Sprachraum ist das lunare Schattenspiel bei klarem Wetter in der vollen Länge beobachtbar.
Mathematisch beginnt die zur Saros-Reihe 133 gehörende Finsternis um 01:34.7 Uhr MEZ mit dem unscheinbaren Eintritt des Mondes in den Halbschattenkegel der Erde. Säße man auf dem Mond, würde die Sonne mehr und mehr hinter unserem Heimatplaneten verschwinden, was auch die nur ganz allmähliche Abschattung dieses Schattens erklärt. Erst nach 2 Uhr MEZ morgens dürfte der aufmerksame Beobachter den rauchartigen Schleier des Halbschattens im oberen Bereich der Mondscheibe allmählich ausmachen können.
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Der Mond läuft durch den Kernschatten der Erde. © Thomas Baer.
Das eigentliche Beschattungsereignis beginnt dann ab 02:42.6 Uhr MEZ mit dem Kernschatteneintritt. Die partielle Phase dauert, da der Mond den Schattenkegel randnah schneidet, mit gut 80 Minuten verhältnismäßig lange. Um 04:00.3 Uhr MEZ wird die Finsternis schließlich total. Es ist zu erwarten, dass der Vollmond wegen seiner mittleren Entfernung (380 517 km) - die Erdferne tritt erst am 28. Februar 2008 ein - und seines wenig tiefen Eintauchens in den Erdschatten, nicht sonderlich dunkel wird. Ein weiteres Argument für eine helle Finsternis wäre die Beobachtung des Franzosen André Danjon, der die hellsten Mondfinsternisse stets um das Sonnenflecken-Minimum herum beobachtete.
Die Mitte der Finsternis wird um 04:25.9 Uhr MEZ erreicht, das Ende der totalen Phase um 04:51.0 Uhr MEZ.
Wieder folgt eine lange partielle Finsternis, die sich bis 06:08.9 Uhr MEZ in die Stunden vor Sonnenaufgang erstreckt. Gegen 05:30 Uhr MEZ setzt die astronomische Morgendämmerung ein und mit Beginn der nautischen Dämmerung (Sonne noch 12° unter dem Horizont) ist die Hauptphase der Finsternis zu Ende.
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Verlauf der Mondfinsternis. © Thomas Baer.
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Sichtbarkeitsgebiet der Finsternismitte: Für sämtliche auf dem Bild sichtbaren Regionen steht der Mond über Horizont und können somit die Finsternismitte beobachten. © Arnold Barmettler.
Linktipps
- Hier gibt es genauere Zeitangaben.
- Live-WebTV-Übertragung der Mondfinsternis der Hochschule Offenburg.
Es wird 8-stündiges Live-WebTV-Programm gesendet. Der Astronomie-Verein der Ortenau hilft technisch unterstützend. Als Studiogäste wird Prof. Dr. Curticapean über die Physik im All informieren und Prof. Dr. Schröder wird über seine Beteiligung am Bau eines Riesenteleskops berichten. Die Zuschauer haben außerdem die Möglichkeit Fragen ins Studio zu schicken und so interaktiv an dem Programm teil zu nehmen.
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14.02.2008 01:27 Uhr, Thomas Baer
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