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Der Kernschatten des Mondes berührt die Erde zum ersten Mal auf dem südamerikanischen Kontinent, nahe der Küstenstadt Natal. Eine Küstenstrasse gibt die Möglichkeit, in der frühen Morgendämmerung nach Wolkenlücken über dem Osthorizont zu suchen. Die Bewohner von Natal werden die Sonne als Sichel aufgehen sehen. Bereits zwölf Minuten später bedeckt der Mond die Sonne vollständig; die totale Sonnenfinsternis beginnt. Der von der Sonnenkorona umgebene schwarze Mond steht nur eine Fingerbreite über dem Ozean. Nach anderthalb Minuten ist die Totalität in Natal vorbei und der Kernschatten überquert den Atlantik ohne Landberührung bis er die westafrikanische Küste erreicht.
Beachten Sie für Reisen nach Westafrika die Sicherheitshinweise Ihres Aussenministeriums: D A CH
Für die Überquerung des Atlantik benötigt der Kernschatten eine halbe Stunde. Die Zentrallinie trifft die afrikanische Küste bei Takoradi, Ghana. Auch die Hauptstadt von Ghana, Accra, liegt nahe der Zentrallinie. In Ghana ist der Morgen bereits fortgeschritten, wenn der Tag plötzlich wieder zur Nacht wird. Auf der Zentrallinie werden dreieinhalb Minuten Totalität erreicht, bei 45 Grad Sonnenhöhe. Allerdings erlebt die Küste zu dieser Jahreszeit den Beginn der Regenzeit mit einer hohen Bewölkungswahrscheinlichkeit und Morgennebel, der sich durch die verminderte Tageserwärmung am Finsternistag besonders zäh halten könnte. Generell wird für die küstennahen Regionen eher eine schlechte Chance gegeben, die Finsternis zu sehen.
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Der Kernschatten nimmt nun eine zunehmend nordöstliche Richtung und überquert Benin und Nigeria. Mit der Distanz zur tropischen Konvergenzzone werden die Wetteraussichten besser, dafür werden Infrastruktur und Sicherheitslage rasch schlecht bis prekär. Wenn der Mondschatten die Grenze von Nigeria zu Niger erreicht wird das Klima wüstenhaft. Die Chancen die Finsternis zu sehen steigen rasch an. Allerdings trübt in dieser Region oft Dunst und Wüstenstaub die Atmosphäre, so dass man keine Sterne während der Totalität sehen wird. Für Reisen in das Landesinnere lese man die Reisehinweise des auswärtigen Amtes und konsultiere Reiseveranstalter.
Eine Stunde nachdem der Kernschatten Accra erreicht hatte, befindet sich die Finsternis im Grenzgebiet zwischen Tschad, Niger, Libyen astronomisch und meteorologisch auf ihrem Höhepunkt. Bei besten Wetteraussichten und oft klarer Atmosphäre (bis auf Sandstürme) dauert hier die Totalität 4 Minuten und 7 Sekunden bei 67 Grad Horizonthöhe. Allerdings ist diese Region aus Sicherheitsgründen (Bürgerkrieg, Landminen, bewaffnete Räuberbanden, Touristenentführungen) für Finsternistouristen sehr schwer erreichbar. Für das Gebiet benötigt man Sondergenehmigungen des Tourismusbüros von Niger. Auf der Seite von Tschad werden keine Genehmigungen erteilt.
Am einfachsten schliessen Sie sich einer organisierten Reisegruppe an. Auf diese Weise haben Sie auch Zugang zu eher abgelegenen Regionen, welche aber für die Beobachtung der Finsternis optimal gelegen sind. Wir bieten Ihnen gemeinsam mit unseren Reiseagenturen zahlreiche Reisen an, sowohl Kurz- bis Kürzestreisen, wie auch längere Rundreisen, die auch dem Kulturinteressierten entgegen kommen. Für den Laien, der zum ersten Mal das eindrückliche Erlebnis einer totale Sonnenfinsternis erleben möchte, bietet sich auch eine Reise mit astronomischer Reisebegleitung an.
| PDF-Infoblatt |
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In Google Earth ladbare Finsternispfade
SicherheitWARNUNG: Das Starren in die Sonne kann zu Augenschäden führen. Der Blick zur Sonne durch ein ungeschütztes optisches Instrument (Ferngläser, Fernrohre, etc.) WIRD IN SEKUNDENBRUCHTEILEN ZUR ERBLINDUNG FUEHREN! Dies gilt auch, wenn die Sonne durch den Mond teilweise verdeckt wird. |
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