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Am späteren Vormittag des 3. Oktober 2005 stehen von Madrid aus gesehen Sonne und Mond genau hintereinander. Der Mond steht jedoch zu weit von der Erde entfernt um die Sonne ganz zu verdecken. Es kommt zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis, die in Teilen Spaniens und Portugals sichtbar ist. Mitteleuropa sieht von dieser Finsternis eine partielle Phase.
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Über dem deutschsprachigen Gebiet beginnt die Sonnenfinsternis am Montagmorgen, 3. Oktober 2005, zwischen 9:45 und 10:05 MESZ. Die Sonne steht dann schon über 20° über Horizont. Etwa 70 Minuten später hat sich der Mond bis auf über 70% des Sonnendurchmessers vor die Sonne geschoben − die maximale Finsternis ist erreicht. Die genauen Zeiten hierfür sind in obenstehenden Karte oder bei CalSKY.com zu finden. In Berlin reicht der Mond genau bis zur Mitte der Sonnenscheibe und die Bedeckung nimmt gegen Südwesten zu. Anschliessend zieht sich die Mondscheibe wieder zurück und verlässt die Sonne zwischen 12:25 und 12:35 MESZ.
Die Sonnenfinsternis darf nur unter Verwendung von speziellen Sonnenfinsternisbrillen beobachtet werden. Sonnenbrillen, CDs, belichtete Filmstreifen lassen die unsichtbaren aber gefährlichen IR-Strahlen praktisch ungehindert durch. Sie können Sonnenfinsternisbrillen über uns beziehen. Neben diesem Sonnenschutz brauchen Sie für die Beobachtung keine spezielle Ausrüstung.
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| Berlin, 3. Oktober 2005. Zeiten in MESZ. |
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| Frankfurt am Main, 3. Oktober 2005. Zeiten in MESZ. |
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| Wien, 3. Oktober 2005. Zeiten in MESZ. |
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| Bern, 3. Oktober 2005. Zeiten in MESZ. |
Madrid, Montag 3. Oktober 2005 um 9:40 MESZ: Mit 16 Grad Höhe ist die Sonne nur zwei übereinandergestellte Faustbreiten über dem Horizont. Von oben her kommend schiebt sich der schwarze Mond nach und nach über die Sonne. Etwa ab 10:30 beginnt es doch merklich dunkler zu werden. Die Sonne hat nun eine Sichelgestalt angenommen. Ab 10:50 wird es spannend. Die Sonnensichel beginnt schmaler zu werden, gleichzeitig werden die Spitzen der Sichel länger und beginnen einander zu nähern.
Um 10:56 beginnt der Abstand zwischen den beiden Sichelspitzen rasch kleiner zu werden. Zwischen den beiden Sichelspitzen kann es nun zu einem Perlschnureffekt kommen. Durch tiefe Mondtäler kann isoliert Sonnenlicht dringen bevor es eine halbe Minute später zum zweiten Kontakt kommt. Die Spitzen schliessen sich zu einem Kreis und der Mond befindet sich nun vollständig innerhalb der Sonne.
Die ringförmige Phase beginnt um 10:56:24. Dunkel wird es nicht, 9.6% der Sonne werden vom Mond nicht verdeckt. In den kommenden 4 Minuten wandert der Mond von oben nach unten über die Sonnenscheibe. Um 11 Uhr und 32 Sekunden berührt der Mond die Sonnenscheibe, der dritte Kontakt. In den Sekunden um den dritten Kontakt kann es wiederum zu einem kurzen Perlschnureffekt kommen.
Nach dem 3. Kontakt dauert es bis nach 12:24 bis der Mond wieder die gesamte Sonnenscheibe freigegeben hat.
| Montag 3. Oktober 2005, Carabaña bei Madrid | ||
| Zeit MESZ | Anblick | Beschreibung |
| 09h40m26.5s | ![]() |
Partielle Sonnenfinsternis beginnt Positionswinkel=307.5°
Höhe=16.2°
Vertikal-Positionswinkel=353.8° |
| 10h56m23.9s |
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Kernschattenfinsternis beginnt Positionswinkel=312.0°
Höhe=29.1°Vertikal-Positionswinkel=351.2° |
| 10h58m27.8s |
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Maximale Finsternis: Ringförmige Sonnenfinsternis Grösse=95.086%, Abdeckung=90.414%
Höhe=29.4°
Dauer der totalen/ringförmigen Phase=4.13min (berechnet mit ET-UT=65.3sec) |
| 11h00m31.6s |
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Kernschattenfinsternis endet Positionswinkel=127.1°,
Vertikal-Positionswinkel=165.8°, Höhe=29.7°
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| 12h24m22.5s |
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Partielle Sonnenfinsternis endet Positionswinkel=131.5°
Höhe=40.7°
Vertikal-Positionswinkel=156.0° |
Nach dem Überqueren des Mittelmeers trifft die Finsternis auf Algerien. Hauptstatt Algier wird eine ringförmige Finsternis erleben. Die Bewölkungsstatistik wird jedoch erst besser, wenn die Finsternis tiefer in das Landesinnere eindringt. Der Süden von Tunesien bietet eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, die Finsternis zu sehen als Spanien. Nachher durchquert der zentrale Schatten die libysche Sahara. Je südlicher die Finsternis läuft desto schwieriger wird die Sicherheitslage. Die Finsternis überquert das Länderdreieck zwischen Libyen, Tschad und Sudan und läuft über das Krisengebiet im Süden vom Sudan. Eine Reise in dieses Gebiet ist nicht möglich. Erst in Kenia wird wieder ein politisch stabileres Gebiet erreicht. Allerdings ist in Kenia die Bewölkungswahrscheinlichkeit noch höher als in Spanien, so dass sich die Reise nach Kenia nur wegen der Finsternis nicht lohnt.
SicherheitWARNUNG: Das Starren in die Sonne kann zu Augenschäden führen. Der Blick zur Sonne durch ein ungeschütztes optisches Instrument (Ferngläser, Fernrohre, etc.) WIRD IN SEKUNDENBRUCHTEILEN ZUR ERBLINDUNG FUEHREN! Dies gilt auch, wenn die Sonne durch den Mond teilweise verdeckt wird. |
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