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Ulrike und Willfried Kunz

SONNE, MOND UND WOLKEN

Gedanken zur Sonnenfinsternis am 11.08.1999 in Süddeutschland

Prolog über den Himmel

Nur wenige Wochen vor dem prognostizierten Millenium-Computer-Crash sollte sich am 11.08.1999 zum Zeitpunkt ihres höchsten Standes die Sonne über den Städten Süddeutschlands verfinstern. Wenn auch realiter meist massive Wolkenschichten stark zur mittäglichen Helligkeitsminderung beitrugen, so war es doch unser guter, alter Mond, der ursächlich für das Phänomen verantwortlich zeichnete.

Aus der Sicht von eclipse chasers, den chronischen Finsternis-Sammlern, die für den kick des Anblicks der 'Schwarzen Sonne' ans Ende der Welt respektive dieser Erde reisen, übrigens kein big deal. Denn mit nur etwas mehr als 2 Minuten Totalität zählte die Sonnenfinsternis Nr. 21 im Saros-Zyklus Nr. 145 – nachfolgend in medienwirksamer Weise auch 'SoFi' genannt - eher zu den mageren Erscheinungen ihrer Art. Aber dafür trat der Totalitäts-Effekt absolut präzise ein, auch ohne Hilfe irgendwelcher im Datums-Delirium liegender, mit Kleinstweich-Wilhelms millenium-störanfälligen Betriebssystemen ausgerüsteter Computer.

Uns selbst war das Eintreten des gewaltigen Naturschauspiels in unseren Breiten seit Jahren wohl bewußt, aber auf dem Mediensektor tat sich diesbezüglich lange, lange gar nichts. Erst wenige Wochen vor dem Ereignis ward die Finsternis zum Thema der druckenden Zunft erkoren und angesichts der schönen, hochsommerlichen Tage orakelte Deutschlands auflagenstärkste Tageszeitung BILD am 31.07.1999: "Genießt die Sonne - In 11 Tagen ist sie weg!"

Ein wahrlich erschröcklicher Gedanke, aber nicht ganz unbegründet. Denn ein swing by der 1997 in Richtung Saturn gestarteten Cassini-Sonde gab in diesen Tagen nostradamischen Apokalyptikern wahrlich Anlaß zu allergrößter Sorge. Nach deren coelestialen Erkenntnissen sollte die jetzt zum 'Schwungholen' nochmals in Erdnähe kreisende Sonde – von der Dunkelheit der Finsternis wahrscheinlich irritiert - stante pede auf Paris fallen, wo übrigens der in Italien geborene Astronom und Saturnforscher Giovanni Domenico Cassini im 18. Jahrhundert als Direktor des Observatoire de Paris eine hochgeachtete Persönlichkeit war. Aber selbst wenn Cassini - in der Ausgestaltung als Raumsonde- tatsächlich auf den Eiffelturm gefallen wäre, träfe die Menschheit kein besonderer Verlust. Denn in Las Vegas wurde nur wenige Wochen nach dem Tage der Finsternis (respektive des prognostizierten super crashs) gerade ein nagelneuer Tour Eiffel nebst angegliedertem Spielkasino eingeweiht.

Der unglaubliche 'Run' auf die Finsternisbrillen

Die Tatsache, daß die Sonne für wenige Minuten nicht mehr strahlen sollte, rief auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf den Plan, dessen vakanter Präsidentensessel im Zuge des Bonner Regierungswechsels an einen Landschaftsarchitekten (mit 'richtigem' Parteibuch) vergeben wurde. Und so wundert es nicht, daß die BfS-SoFi-Broschüre genauso qualifiziert war wie der neue Amtvorsteher. Schon der genannte Zeitpunkt des Eintrittes der Finsternis war schlicht und ergreifend falsch.

Aber auch von dieser Seite kam der vor der Finsternis überall zu vernehmende und schon fast unerträglich schulmeisterlich wirkende Ratschlag nach der Wahl der geeigneten SoFi-Brille. Mit Kerzenruß beschichtete Gläser – nein, das sei natürlich völlig unzureichend, obwohl bei der letzten totalen Sonnenfinsternis in Deutschland anno 1887 die Bevölkerung sich überwiegend dieses Hilfsmittels bediente – und die Strahlengefahr überlebte.

Und mehrere Schichten geschwärzter Diafilme, die zur UV-Absorption sogar glasgerahmt wurden, sollten, im Gegensatz zu früher, auch nicht mehr den rechten Schutz bieten. Ja, ohne das professionelle Sonnenfilter mit einer Lichtdurchlässigkeit von 0,003 % für den Wellenlängenbereich zwischen 285 bis 1500 nm, von Ihrem Apotheker empfohlen oder aus der Hand des staatlich geprüften Optikers überreicht, ging in Deutschland an der Schwelle zum 3. Jahrtausend gar nichts mehr, außer bei den apothekenkritischen und kostendäpfungsorientierten Krankenkassen, die ebenfalls – und nicht völlig altruistisch – um die Unversehrtheit unseres Augenlichtes bemüht waren. In einer Mitgliederzeitschrift warben sie daher, quasi als Geheimtip, für den Gebrauch von Rettungsfolie als Filtermaterial. Dieser Augenschutz war dann aber auch nicht viel besser als wie zu Kaisers Zeiten der Ruß auf der Glasplatte.

Eine schwarzgefärbte Reklametafel mit Mini-Korona und dem riesig dargestellten Wort Stille sollte für die finsternisorientierten Leistungen einer Drogerie-Marktkette werben. Die besonders günstig zu erwerbenden Sonnenfinsternisbrillen des Unternehmens waren bereits lange vor dem himmlischen Spektakel ausverkauft. Doch Pech für den Käufer: Denn wie die Unternehmensleitung am Vorabend der Finsternis mitteilte, waren Teile der Filterfolien nur einseitig mit Aluminium bedampft, was bei strahlender Sonne und langer Strahlenexposition zum Schutze der Augen bedauerlicherweise nicht hinreichend sein könnte.

Bereits mehrere Tage vor dem 11.08. war es dann an der Tagesordnung, daß Optikerläden schon durch Hinweisschilder an den Türen verkünden ließen, daß das SoFi-Brillen-Sortiment restlos ausverkauft sei. Vor einem Optikerladen in der Essener Innenstadt, dem es unerwarteter Weise gelungen war, noch am Vortage der Finsternis Brillen-Nachschub zu besorgen, standen sich just in der Mittagspause potentielle Kaufanwärter in Riesenschlangen die Beine in den Bauch. Die Essener Firmen mußten wohl an diesem Tag länger als gewöhnlich auf die Rückkehr ihrer Mitarbeiter zum Arbeitsplatz warten. Am selben Abend berichtete dann das Fernsehen sogar, daß in der Landeshauptstadt Düsseldorf die SoFi-Brillenverkaufsstätten zeitweise unter Polizeischutz gestellt werden mußten.

Dagegen mußten die Ordnungshüter in Frankreich die Regierung vor dem Zorn erboster Optiker schützen: Denn staatliche Stellen gaben dort kostenfrei SoFi-Brillen aus, die das Gewerbe gerne für teures Geld verkauft hätte.

Im Megastau zur Finsternis

Zwar erstreckte sich die Linie unsrer Sonnenfinsternis über stolze 14000 km von Neufundland bis zum Golf von Bengalen, aber ihre Breite war mit nur 113 km eine der schmälsten, die es je gab. Somit lag man mit einem Wohnort in Norddeutschland bereits weit abgeschlagen außerhalb der Totalitätszone.

Zur Beobachtung schmiedeten wir daher einen ganz eleganten Anreiseplan: Wir nutzten eine Zwischenlandung in Frankfurt auf unserem Urlaubsflug nach San Francisco, die wir einfach etwas ausdehnten. Und für die Fahrt in die eigentliche Finsterniszone hatten wir im Rahmen einer Sonderwerbeaktion bei dem immer härter arbeitenden Autoverleiher das neuste Kleinstwagenmodell vom Typ SMART günstig angemietet.

Da wir aber die Zwischenlandung in Frankfurt länger als flugtechnisch notwendig ausdehnten, war es aufgrund einschlägiger, dem Motto: "Frühstück in Frankfurt, Mittagessen in New York, Koffer in Tokyo" folgender Erfahrungen angezeigt, das für die Finsternis eigentlich gar nicht brauchbare Gepäck nicht direkt nach San Francisco durchzuchecken sondern in Frankfurt wieder abzuholen. Daher bewegten uns am Vorabend der Finsternis folgende bange Fragen:

In Frankfurt angekommen, begann das Finsternis-Abenteuer denn auch bereits mit der Anmietung desselben. Erst war der Smart gar nicht in der Flughafengarage und mußte von einem externen Betriebshof hergeholt werden. Danach zeigte sich der 'Kleine' etwas eigenwillig hinsichtlich der Bedienung. Die Heckklappe wollte einfach nicht aufgehen und so mußte das umfangreiche Urlaubsgepäck irgendwie hinter die nicht umklappbaren Sitze gestopft werden. Dann erfolgte die längliche Suche nach dem Zündschloß, das wir erst nach Konsultation der Bedienungsanleitung auf der Mittelkonsole hinter dem Schaltknüppel, hier in der Ausgestaltung eines Joysticks, fanden. Und kaum hatten wir den Schlüssel im Schloß, offenbarte sich der Umstand, daß die blöde Kiste – pardon, dieses high tech-Produkt - so nicht anspringen wollte.

Nach einigem Hin- und Her und des Erlernens der Regel, wonach an der Schwelle des 3. Jahrtausends Schlüssel fortan nicht mehr in primitiver Weise zum Öffnen oder Schließen eines Schlosses zu verwenden sind, gelang schließlich der Start. Zuvor mußte man aber brav aussteigen, mit der Schlüsselfernbedienung den Smart verschließen und danach wieder öffnen, ohne den Schlüssel ins Schloß zu stecken.

Immerhin, jetzt lief die Kiste erst einmal und die danach bei größeren Geschwindigkeiten üblicher Weise einzulegenden höheren Gänge fanden wir leicht, indem der Beifahrer die entsprechende Anweisung aus der Bedienungsanleitung verlas. Ansonsten blieb rätselhaft, nach welchen Kriterien sich die Innenbeleuchtung sowie die Armaturenbrett-Beleuchtung eigenständig an- und ausschalteten. Auch piepte es plötzlich völlig unmotiviert, als wir am Darmstädter Kreuz – auf der Fahrt nach Süden - in den ersten SoFi-Stau gerieten.

Dort eskalierte die Stausituation alsbald und gar nichts ging mehr auf der Bundesstraße 3, die wir präventiv zur Vermeidung des befürchteten A67-Staus wählten. Nach längerem absoluten Stillstand beschlossen wir, vom totalen B3-Stau zum A67-Stau zu wechseln, dessen Inszenierung glücklicherweise nicht gar so perfekt gelungen war.

Die Zeit verging. Und während der Mondschatten mit über 3000 km/h über die Erde hinwegraste, hatten wir nach zwei Stunden 'Fahrt' nicht einmal 40 km (von geplanten 160) zurückgelegt.

Gedanken an Umkehren kamen auf, doch diese Überlegung war angesichts des einmaligen himmlischen Schauspiels keine wirkliche Option. Aber soviel war mittlerweile klar geworden: Zum Zeitpunkt der Totalität würden wir unseren ausgewählten Beobachtungsort in Pirmasens nicht mehr erreichen.

Glücklicherweise verbesserte sich die Verkehrs- respektive Staulage auf der A6 ab dem Viernheimer Dreieck in westlicher Richtung deutlich, so daß noch die Chance bestand, bis Kaiserslautern zu gelangen, das zwar dicht am äußeren Rande, aber gerade noch innerhalb der Totalitätszone lag.

Der Riesenstau und die damit verbundene Sorge, nicht rechtzeitig einen geeigneten Beobachtungsort zu erreichen, ließen für lange Zeit das extrem schlechte Wetter vergessen machen. Als Beobachtungsort wählten wir gegen 12 Uhr, also eine ½ Stunde vor Totalitätsbeginn einen Parkplatz bei einem nicht weiter bekannten Ort namens Gelterswoog, wo schon etliche Insassen von PKWs und Bussen sich zur improvisierten SoFi-Fangemeinde zusammengefunden hatten. Denn alle hier hatten erkannt, daß die noch weiter südlich liegende Zentrallinie mit 2:17 Minuten Finsternisdauer in zu weiter Ferne lag. Am Gelterswoog, der Name steht neben der Ortschaft zugleich für einen kleinen See, sollten immerhin noch 1:15 Minuten Totalität geboten werden.

Die Finsternis am Gelterswoog

Die partielle Phase der Finsternis war schon sehr weit fortgeschritten, als sich die Sonne erstmalig an diesem Tage kurzzeitig hinter einer etwas dünneren Wolkenschicht zeigte. Recht düster war es zwar schon, aber dies war zu diesem Zeitpunkt noch immer eine Folge des ärgerlichen Wolkenspiels. Und statt sich am Himmelsschauspiel erfreuen zu können, mußte kurz darauf die aufgebaute Kameraausrüstung zum Schutz gegen einsetzenden Nieselregen mit einem Ostfriesen-Nerz verhängt werden.

Hoffen und Bangen! Jetzt wurde es merklich dunkler, aber immer noch waren dichte Wolken der Mitverursacher. Weiter hoffen oder bereits resignieren, jedem blieb dies jetzt selbst überlassen. Und was denkt man sich in solch einer dummen Situation? Vielleicht, wie es möglich ist, daß die Astronomen auf Bruchteile von Sekunden genau eine Finsternis über Jahrtausende hinaus vorausberechnen können, aber die Meteorologen auch nur einen halben Tag im voraus nicht genau wissen, wo sich die von ihnen gehüteten Wolken befinden.

Dann plötzlich, gegen 12:29 Uhr, also nur 2 Minuten vor dem zweiten Kontakt, erschien klar und deutlich die jetzt extrem schmale Sichel der Sonne. Die Totalität lag zum Greifen nahe.

Und dann – es war soweit! Pünktlich, wie seit Jahrhunderten vorausberechnet, verschwand die Sonne völlig hinter dem Mond und innerhalb von Sekunden trat der Strahlenkranz der Sonnen in unvergleichlicher Pracht hervor. Jubel brach aus, und die majestätische Korona, gestützt durch die 1999 weiter stark zunehmende Sonnenaktivität, entwickelte einen wunderbaren Glanz. Deutlich traten Protuberanzen als rote Punkte am Mondrand hervor, ein Phänomen, das wir von der Beobachtung früherer Finsternisse in diesem Maße bisher nicht kannten.

Mal Korona, mal Wolken, ein eigenartiges Schauspiel. Mal sah man andeutungsweise Koronastrahlen, mal schimmerte diffuses Koronalicht nur durch dünne Wolkenschichten hindurch. Ja, das war sie – unsere dritte totale Sonnenfinsternis: Nach La Paz (Baja California / Mexico) 1991 und Pto. Escondito auf der venezolanischen Paraguaná-Halbinsel 1998 ist jetzt auch Gelterswoog 1999 in unsere noch kurze Liste beobachteter Finsternisse einzureihen. Im Kreise der wahren eclipse chaser gelten wir damit aber bestenfalls als nicht sehr aussichtsreiche Club-Anwärter.

Viel zu schnell kündigte sich das Ende der totalen Phase an. Und schlagartig wurde es heller, so als hätte man die Straßenbeleuchtung eingeschaltet.

Richtig hell wurde es aber dennoch nicht, der sich nunmehr erneut massiv verdichtenden Regenwolken wegen. Schnell bauten wir die Kameraausrüstung ab und verstauten sie im Wagen. Und ebenso rasch verschwand die gesamte Finsternis-Gemeinde in ihre Fahrzeugen. Denn jetzt goß es, wie aus Kübel.

Bei schwerstem Regen fuhren wir schließlich zu unserem eigentlich vorgesehenen Beobachtungsort in Pirmasens, wo uns unsere Gastgeber etwas betroffen erklärten, daß sie infolge heftiger Niederschläge nichts von diesem überwältigenden himmlischen Spektakel mitbekommen hätten.

Hoch lebe der SoFi-Stau! Denn nur ihm verdanken wir unseren Beobachtungserfolg.

Klar, daß wir dann, bei der Rückfahrt, wieder analoge Verkehrsverhältnisse, allerdings in umgekehrter Fahrtrichtung, vorfanden. So partizipierten wir erneut an einem etwa 100 km lagen Teilstück des insgesamt sich über 300 km erstreckenden SoFi-Rückreisestaus.

Jetzt aber konnte man die Dinge gelassen sehen. Aber nur wenige der vielen, die das Stauerlebnis mit uns teilten, konnten an diesem Abend wirklich zufrieden sein.

Unsere SoFi-Nachlese

Am anderen Morgen. In der Lufthansa-Lounge warteten wir auf unseren Flug nach San Francisco und studieren die internationale Presse.

Der Schatten der Finsternis berührte in Cornwall/UK erstmalig europäisches Terrain und es hieß, daß es hier, in der Einöde, auf einigen abgelegenen motorways erstmalig seit Erfindung des Automobils zu einem Stau gekommen sei. Der Herold Tribune wußte ferner aus dem Lande des skurrilen Humors zu berichten, daß selbsternannte Druiden in Stonehenge tatkräftig versucht haben sollen, den Schatten des Mondes aus dem Steinkreis zu verbannen. Aber verläßlicher haben das an den meisten Stellen Britanniens sowieso Nebel und Regen gemacht.

Le Figaro (France) konstatierte dagegen eher nüchtern, daß an der Westspitze der Cotentin-Halbinsel, Freunden und Gegnern der Kernbrennstoffwiederaufarbeitung auch als Cap de La Hague bekannt, der Mondschatten erstmalig das europäische Festland berührt habe: "Le Soleil se cache à 12h 16" lautete die Überschrift, wobei offen gelassen wurde, ob der Mond oder einfach nur dicke Wolken für das Versteckspiel verantwortlich zeichneten.

Die deutsche Bild-Zeitung hingegen überrascht den Leser mit der nicht zu übersehenden Überschrift: "Hurra, wir leben noch!".

Letzteres konnte auch ein SoFi-Fan behaupten, der zur Beobachtung der Finsternis den Mast einer 20-kV-Hochspannungsleitung erklomm und jäh von diesem fiel. Nicht zutreffend ist der Bildzeitungstitel indessen für einen Autofahrer, der ganz in der Nähe unseres Beobachtungsortes gegen einen Brückenpfeiler raste, weil er gebannt, vom fahrenden Auto aus, in den Himmel starrte.

Sich überlebt haben indessen die Finsternisbrillen, um die solch großer Wirbel gemacht wurde. Läßt man die Umsätze der Fachgeschäfte einmal außer Betracht, waren sie bei dieser Finsternis zu absolut nichts Nutze. Denn spitzelte tatsächlich einmal irgendwo in Deutschland die Sonne hinter dem Wolkenschleier hervor, filterten die bösen Wolken sowieso den größten Teil des Lichtes weg, so daß man durch die Finsternisbrillen – waren sie nun einfach oder sogar doppelt beschichtet – eigentlich gar nichts sah. Deshalb, so war kürzlich zu hören, sollen diese nutzlos gewordenen/gewesenen Dinger jetzt einem guten Zweck zugeführt und für die 2001 anstehende Finsternis in der Kalahari-Wüste gespendet werden.

Ulrike und Dr. Willfried Kunz,

Ossietzkyring 14

D-30457 Hannover

e-mail: ukunz@zellbiologie.tiho-hannover.de

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21.12.2006 00:00 Uhr, Dr. Roland Brodbeck

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